Meinen Helden, ich kenn' ihn zn gut! Es haben TragödenUns zum Besten!" Doch bald sah sie mit Schmerzen,er war's! —
Nicht den tausendsten Theil verdroß cs Vulcanen, sein WeibchenMit dem rüstigen Freund unter den Maschen zu sehn.
Als das verständige Netz im rechten Moment sie umfaßte.Rasch die Verschlungnen umschlang, fest die Genießendenhielt.
Wie sich die Jünglinge freuten! Merkurund Bacchus! siebepdeMußten gestehn: es sc», über dem Busen zu ruhn
Dieses herrliche» Weibes, ein schöner Gedanke. Sie baten:Löse, Vulcan, sie noch nicht! Laß sie noch einmal besehn.
Und der Alte n>ar so Hahnrep, und hielt sie nur fester. —Aber Fama, sie floh rasch und voll Grimmes davon.
Seit derzeit ist zwischen denZwepen der Fehde nicht Stillstand;Wie sie sich Helden erwählt, gleich ist der Knabe darnach.
Wer sie am höchsten verehrt, den weiß er am besten zu
fassen,
Und den Sittlichsten greift er am gefährlichsten an.
Will ihm Einer entgehn, den bringt er vom Schlimmen ins
Schlimmste.
Mädchen bietet er an; wer sie ihm thöricht verschmäht,
Muß erst grimmige Pfeile von seinem Bogen erdulden;
Mann erhitzt er auf Mann, treibt die Begierden auf'sThier.
Wer sich seiner schämt, der muß erst leiden; dem HeuchlerStreut er bitrern Genuß unter Verbrechen und Nvth.
Aber auch sie, die Göttinn, verfolgt ihn mit Augen und
Ohren;
Sieht sie ihn einmal bey dir, gleich ist sie feindlichgesinnt,
Schreckt dich mit ernstem Blick, verachtenden Mienen, und
heftig
Strenge verruft sie das Haus, das er gewöhnlich be-sucht.
Und so geht es auch mir: schon leid' ich ein wenig; die Göttinn,Eifersüchtig, sie forscht meinem Geheimnisse nach.