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Doch es ist ein altes Gesetz: ich schweig' und verehre;Denn der Könige Zwist büßten die Griechen, wie ich,
XX.
Zieret Stärke den Mann, und srenes inuthiges Wesen,
O! so ziemet ihm fast tiefes Geheimniß noch mehr.Städtebezwingerinn, du Verschwiegenheit! Fürstinn der
Völker!
Theure Göttinn, die mich sicher durch's Leben geführt,Welches Schicksal erfahr' ich! Es löset scherzend die Muse,Amor löset, der Schalk! mir den verschlossenen Mund.Ach, schon wird es so schwer, der Könige Schande verbergen!
Weder die Krone bedeckt, weder ein phrygischer BundMidas verlängertes Ohr; der nächste Diener entdeckt es.
Und ihm ängster und drückt gleich das Geheimniß dieBrust.
In die Erde vergrüb' er es gern, um sich zu erleichtern:
Doch die Erde verwahrt selche Geheimnisse nicht;
Rohre sprießen hervor, und rauschen und lispeln im Winde:Midas! Midas, der Fürst, trägt ein verlängertes Ohr!Schwerer wird es nun mir, ein schönes Geheimniß zu
wahren;
Ach, den Lippen entquillt Fülle des Herzens so leicht!Keiner Freundinn darfs ich's vertraun: sie möchte mich
schelten;
Keinem Freunde: vielleicht brächte der Freund mir Ge-» fahr.
Mein Entzücken dem Hain, dem schallenden Felsen zu sagen.Bin ich endlich nicht jung, bin ich nicht einsam genug.Dir, Herameter, dir, Pentameter, sey es vertrauet.
Wie sie des Tags mich erfreut, wie sie des Nachts michbeglückt.
Sie, von vielen Männern gesucht, vermeidet die Schlingen,Die ihr der Kühnere frech, heimlich der Listige legt;