Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
176
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Aber ganz abscheulich ist's, auf dem Wege der Liebe

Schlangen zu fürchten, und Gift unter den Rosen derLust,

Wenn im schönsten Moment der hin sich gebenden FreudeDeinem sinkenden Haupt lispelnde <Porge sich naht.

Darum macht Faustine mein Glück; sie theilet das LagerGerne mit mir, und bewahrt Treue dem Treuen genau?

Reizendes Hinderniß will die rasche Jugend; ich liebe.

Mich des versicherten Guts lange bequem zu erfreu».

Welche Seligkeit ist's! wir wechseln sichere Küsse,

Athem und Leben getrost sangen und flößen wir ein.

So erfreuen wir uns der langen Nächte, wir lauschen,

Busen au Busen gedrängt, Stürmen und Regen und Guß.

Und so dämmert der Morgen heran; es bringen die Stunde»Neue Blumen herbe», schmücken uns festlich den Lag.

Gönnet mir v Quinten! das Glück, und Jedem gewähreAller Güter der Welt erstes und letztes der Gott!

XIX.

Schwer erhalten wir uns den guten Namen, denn FamaSteht mit Amorn, ick weiß, meinem Gebieter, inStreit.

Wißt auch ihr, woher es entsprang, daß Bepde sich hassen?

Alte Geschichten sind das, und ich erzähle sie wohl.Immer die mächtige Göttin», doch war sie für die Gesell-schaft

Unerträglich, denn gern führt sie das herrschende Wort;Und so war sie von je, bey allen Göttergelagen,

Mit der Stimme von Erz, Großen und Kleinen verhaßt.So berühmte sie einst sich übermüthig, sie habe

Jovis herrlichen Sohn ganz sich zum Sklaven gemacht.Meinen Herkules führ' ich dereinst, o Vater der Götter,"Rief triumphirend sie aus,wiedergeboren dir zu.