Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
174
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Aber heute verweile mir nicht, und wende die BlickeVon dem Siebengebirg früher und williger ab!

Einem Dichter zu Liebe verkürze die herrlichen Stunden,

Die mit begierigem Blick selig der Mahler genießt;Glühend blicke noch schnell zu diesen hohen Fassaden,

Kuppeln und Säulen zuletzt, und Obelisken herauf;Stürze dich eilig ins Meer, um morgen früher zu sehen,Was Jahrhunderte schon göttliche Lust dir gewährt:

Diese feuchten mit Rohr so lange bemachs'nen Gestade,

Diese mit Bäumen und Busch düster beschatteten Höhn.Wenig Hütten zeigten sie erst; dann sahst du aus einmalSic vom wimmelnden Volk glücklicher Räuber belebt.Alle» schleppten sie drauf an diese Ststtte zusammen;

Kaum war das übrige Rund deiner Betrachtung nochwerth.

Sahst eine Welt hier entstehn, sahst dann eine Welt hier in

Trümmern,

Aus den Trümmern auf's Reu fast eine größere Welt!Daß ich diese noch lange, von dir beleucbret, erblicke,

Spinne die Parze mir klug langsam den Faden herab;Aber sie eile herbe», die schön bezeichnet Slunde!

Glücklich! Hör' ich sie schon? Nein; doch ich höre schonDrei).

So, ihr lieben Musen, betrogt ihr wieder die LängeDieser Weile, die mich von der Geliebten getrennt.Lebet wohl! Nun eil'ich, und fürcht' euch nicht zu beleid'gen;Denn ihr Stolzen, ihr gebt Amorn doch immer denRang.

XVI.

Warum bist du, Geliebter, nicht heute zur Mgne ge-kommen?

Einsam, wie ich versprach, wartet' ich oben auf dich."