Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
172
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Sie bewegt sich im Schlummer, und sinkt auf die Breite des

Lagers

Weggewendet; und doch läßt sie mir Hand noch inHand.

Herzliche Liebe verbindet uns stets und treues Verlangen,

Und den Wechsel behielt nur die Begierde sich vor.

Einen Druck der Hand, ich sehe die himmlischen Augen

Wieder offen. O nein! laßt auf der Bildung michruhn!

Bleibt geschlossen! Ihr macht mich verwirrt und trunken, ihr

raubet

Mir den stillen Genuß reiner Betrachtung zu früh.

Diese Formen, wie groß! wie edel gewendet die Glieder!

Schlief Ariadne so schön; Theseus, du konntest entsliehn?

Diesen Lippen ein einziger Kuß! O Theseus, nun scheide!

Blick' ihr ins Auge! Sie wacht! Ewig nun hält siedich fest.

XIV.

Züyhe mir Licht an, Knabe!Noch ist es hell. Ihr ver.

zehret

Oel und Docht nur umsonst. Schließet die Läden dochnicht!

Hinter die Häuser entwich, nicht hinter den Berg, uns die

Sonne!

Ein halb Stündchen noch währr's bis zum Geläute der.Nacht."

Unglückseliger! geh und gehorch'! Mein Mädchen erwart'ich;Tröste mich, Lämpchen, indeß, lieblicher Bote der Nacht!