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In der heroischen beit, da Götter und Göttinnen liebten,Folgte Begierde dem Blich, folgte Genuß der Begier.Glaubst du, es habe sich lange die Göltinn der Liebe be-sonnen,
Als im Idäischen Hain einst ikr Anctises g'fiel?
Hätte Luna gesäumt, den schönen Schisser z» küßen;
O, so hätt' ihn geschwind, neidend, Aurora geweckt.
Hero erblickte Leandern am lauten Fest und bebendeStürzte der Liebende sich heiß in die nächtliche Fluth.Rhea Sylvia wandelt, die fürstliche Jungfrau, der TiberWasser zu schöpfen, hinab, und sie ergreifet der Gott.So erzeugte die Söhne sich Maro! - Tie Zwilssuge kranketEine Wölfinn, und Rom nennt sich die Fürstin» der Welt,
IV.
Fromm sind wir Liebende, still verehren wir alle Dämonen,Wünschen uns jeglichen Gott, jegliche Göttin» geneigt.
Und so gleichen wir euch, o römische Sieger! Den GötternAller Lölker der Welt bietet ihr Wohnungen an.
Habe sie schwarz und streng, aus altem Baialt der Egvpter,Oderein Grieche sie weiß, reizend, aus Marmor geformt.
Doch verdrießet eS nicht die Ewigen, wenn wir besondersWeihrauch köstlicher Art Einer der Göttlichen streun.
Ja, wir bekennen euch gern, es bleiben untre Gebete,
Unser täglicher Dienst Einer bejonders geweiht.
Schalkhaft, munter und ernst begehen wir heimliche Feste,Und das Schweigen gczienu allen Geweihten genau.
Eh' an die Ferse lockten wwselbst, durch gräßliche Tbaten,Uns die Eriunpen her, wagten eS eher, des Aeus
Hartes Gericht am rollenden Rad und am Felsen zu dulden,Als dem reizenden Dienst unser Gemüth zn entzieh,,.
Diese Göttin», sie heißt Gelegenheit; lernet sie kennen!Sie erscheinet euch oft, immer in andrer Gestalt.