Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
162
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Weiter nach Napel hinunter; und war' er nach Smyrnagesegelt,

Malbrvugh! empfing ihn auch dort! Malbrough! imHafen das Lied.

Und so mußt' ich dis jetzt auf allen Tritten und SchrittenSchelle» hören das Volk, schelten der Könige Rath.

Nun entdeckt' ihr mich nicht so bald in meinem Asyle,

Das mir Amor der Fürst, königlich schützend, verlieh.

Hier bedecket er mich mit seinem Fittig; die LiebsteFürchtet, römisch gesinnt, wülhende Gallier nicht;

Sie erkundigt sich nie nach neuer Mahre, sie spähet

Sorglich den Wünschen des Mann's, dem sie sich eig-nete, nach.

Sie ergetzt sich an ihm, dem frepen rüstigen Fremden,

Der von Bergen und Schnee, hölzernen Häusern er-zählt;

Theilt die Flammen, die sie in seinem Busen entzündet,Freut sich, daß er das Gold nicht wir der Römer be-denkt.

Besser ist ihr Tisch nun bestellt; es fehlet an Kleidern,

Fehlet am Wagen ihr nicht, der nach der Oper sie bringt.

Mutter und Tochter erfreun sich ihres nordischen Gastes,

Und der Barbare beherrscht Römischen Busen und Leib.

III.

Laß dich, Geliebte, nicht ren'n, daß du mir so schnell dichergeben!

Glaub' es. ich denke nicht frech, denke nicht niedrig vondir.

Vielfach wirken die Pfeile des Amor: einige ritzen.

Und vom schleichenden Gift kranker auf gahre das Herz.Aber macbiig besiedelt, mir frisch geschliffener Scharfe,

Dringen die andern ins Mark, zünden behende dasBlut.