Aber bev dem wohlbestellten EssenWird die Lust der Speise nicht erregt;Müdigkeit läßt Speisi und Trank vergessen.Daß er angekleidet sich auf's Bette legt;
Und er schlummert säst.
Als ein seltner Gast
Sich zur offnen Thür herein bewegt.
Denn er sieht, bey seiner Lampe SchimmerTritt, mit weißem Schleyer und Gewand,Sittsam still ein Mädchen in das Zimmer,
Um die Stirn ein schwarz-und goldnesBand.Wie sie ihn erblickt.
Hebt sie, die erschrickt,
Mit Erstaunen eine weisse Hand.
Bin ich, rief sie aus, so fremd im Hause,Daß ich von dem Gaste nichts vernahm?
Ach, so hält man mich in meiner Klause!
Und nun überfällt mich hier die Scham.
Ruhe nur so fortAuf dem Lager dort.
Und ich gehe schnell, so wie ich kam.
Bleibe, schönes Mädchen! ruft der Knabe,Rafft von seinem Lager sich geschwind:
Hier ist Ceres, hier ist Bacchus Gabe;
Und du bringst den Amor, liebes Kind!
Bist vor Schrecken blaß!
Liebe, komm und laß
Laß uns sehn, wie froh die Götter sind.
Ferne bleib', v Jüngling! bleibe stehen;Ich gehöre nicht den Freuden an.
Schon der letzte Schritt ist, ach! geschehen.Durch der guten Mutter kranken Wahn,
Die genesend schwur:
Jugend und Natur
Sep dem Himmel künftig unterthan.