Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
134
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Jüngling.

O Neigung, sage, wie hast du so tiefIm Herzen dich verstecket?

Wer har dich, die verborgen schlief,Gewecket?

Ach Liebe, du wohl unsterblich bist!

Nicht kan» Verrat!) und hämische ListDein göttlich Leben tödlen.

M ü lle r i n n.

Liebst du mich noch so hoch und sehr,Wie du mir sonst geschworen.

So ist uns beiden auch nichts mehrVerloren.

Nimm hin das vielgeliebte Weib!

Den jungen unberührten Leib,

Es ist nun Alles dein eigen!

Beide. ^

Nun, Sonne, gehe hinab und hinauf!Ihr Sterne, leuchtet und dunkelt!

Es geht ein Liebesgestirn mir aufUnd funkelt.

So lange die Quelle springt und rinnt.So lange bleiben wir gleichgesinnt,

Eins an des Andern Herzen.