Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
114
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H4

Der König in Thule.

Es war ein König in ThuleGar treu bis an das Grab,

Dem sterbend seine BuhleEinen goldnen Becher gab.

Es ging ihm nichts darüber,Er leert' ihn jeden Schmaus;Die Augen gingen ihm über.

So oft er trank daraus.

Und als er kam zu sterben,Zählt' er seine Stadt' im Reich,Gönnt' Alles seinem Erben,

Den Becher nicht zugleich.

Sr saß beym Königsmahle,Die Ritter um ihn her,

Auf hohem Värersaale,

Dort auf dem Schloß am Meer.

Dort stand der alte Zecher,Trank letzte Lebensgluth,

Und warf den heil'gen BecherHinunter in die Flurh.

Er sah ihn stürzen, trinkenUnd finken tief ins Meer.

Die Augen thäten ihm finken;Trank nie einen Tropfen mehr.