Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
113
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HZ

Der Fische r.

Das Wasser rauscht', das Wasser schwoll.Ein Fischer saß daran.

Sah nach dem Angel ruhevoll.

Kühl bis ans Herz hinan.

Und wie er sitzt und wie er lauscht,

Theilt sick die Fluth empor;

Aus dem bewegten Wasser rauschtEin feuchtes Weib hervor.

Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm:

Was lockst du meine Brut, '

Mit Menschenwitz und MenschenlistHinauf in Lodesgluth?

Ach! wüßtest du, wie's Fischlein istSo wohlig auf dem Grund,

Du stiegst herunter, wie du bist,

Und würdest erst gesund.

Labt sich die liebe Sonne nicht,

Der Mond sich nicht im Meer?

Kehrt wellenathmcnd ihr GesichtNicht doppelt schöner her?

Lockt dich der tiefe Himmel nicht.

Das feuchtverklärre Blau?

Lockt dich dein eigen AngesichtNicht her in ew'gen Thau?

Das Wasser rauscht, das Wasser schwoll,Netzt^ ihm den nackten Fuß;

Sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll.

Wie bey der Liebsten Gruß.

Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm;

Da war's um ihn gescheht,:

Halb zog sie ihn, halb sank er hin,

Und ward nicht mehr gesehn.

Goeche'ö Gedichte.

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