Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
111
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Und reil't in Blitz und WetterscheinGemäuerwerk entgegen,

Bind'r's Pferd hauß' an, und kriecht hinein.Und duckt sich uor dem Regen.

Und wie er tappt, und wie er fühlt,

Sich unter ihm die Erd' erwühlt;

Er stürzt wohl hundert Klafter.

Und als er sich ermannt vom Schlag,Sieht er drey Lichtlein schleichen.

Er rafft sich auf und krabbelt nach;

Die Lichtlein ferne weichen;

Irr' führen ihn, die Quer' und Läng',Lrepp' auf, Trepp' ab, durch enge Gang',Verfallne, wüste Keller.

Auf einmal steht er hoch im Saal,

Sieht sitzen hundert Gäste,

Hohläugig grinsen allzumahlUnd winken ihm zum Feste.

Er sicht sein Schätze! unten an,

Mit weißen Tüchern angethan.

Die wend'r sich

Erlkönig.

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Es ist der Vater mit seinem Kind;

Er hat den Knaben wohl in dem Arm,

Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?

Den Erlenkönig mit Krön' und Schweif?

Mein Sohn; es ist ein Nebelstreif.