Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
110
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HO

Ach! aber ach! das Mädchen kamUnd nicht in Acht das Veilchen nahm,Ertrat das arme Veilchen.

Es sang und starb und freut sich noch:Und sterb' ich denn, so sterb' ich dochDurch sie, durch sie,

Zu ihren Füßen doch.

Der untreue Kuabe«

Es war ein Knabe frech genung,

War erst aus Frankreich kommen.

Der halt' ein armes Madel jungGar oft in Arm genommen.

Und liebgekof't und liebgeherzt.

Als Bräutigam herumgescherzt.

Und endlich sie verlassen.

Das braune Mädel das erfuhr.Vergingen ihr die Sinnen,

Sie lacht' und weint' und bet't' und schwur;So fuhr die Seel' von hinnen.

Die Stund', da sie verschieden war.

Wird bang dem Buben, graus't sein Haar,Cs treibt ihn fort zu Pferde.

Er gab die Sporen kreuz und quer.

Und ritt auf alle Seiten,

Herüber, hinüber, hin und her.

Kann keine Ruh erretten,

Reit't sieben Tag' und sieben Nacht;

Es blitzt und donnert, stürmt und kracht,Die Flulhen reißen über.