Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
65
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Du wandelst jetzt wohl still und mildDurch Feld und liebes Thal,

Und ach mein schnell verrauschend Bild,

Stellt sich dir's nicht eiumal?

Des Menschen, der die Welt durchstreiftVoll Unmnrh und Verdruß,

Nach Osten und nach Westen schweift.

Weil er dich lassen muß.

Mir, ist es, denk' ich nur an dich.

Als in den Mond zu sehn;

Ein stiller Friede kommt aus mich.

Weiß nicht wie mir geschehe

An den Mond.

Fällest wieder Busch und ThalStill mir Nebelqlanz,

Lösest endlich auch einmalMeine Seele ganz;

Breitest über mein GefildLindernd deinen Blick,

Wie des Freundes Auge, mildUeber mein Geschick.

Jeden Nackklang fühlt mein HerzFroh- und trüber Aeit,

Wandle zwischen Freud' und SchmerzIn der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß!Nimmer wert»' ich froh.

So verrauschte Scherz uud Kuß,

Und die Treue so.

Gvethe'S Getiane.

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