6o
Kaum will mir die Nacht noch frommen.Denn die Träume selber kommenNun in trauriger Gestalt,
Und ich fühle dieser Schmerzen,
Still im Herzen,
Heimlich bildende Gewalt.
Schon seit manchen schönen JahrenSeh' ich unten Schiffe fahren;
Jedes kommt an seinen Ort;
Aber ach, die steten Schmerzen,
Fest im Herzen,
Schwimmen nicht im Strome fort.
Schon in Kleidckn muß ich kommen.
Aus dem Schrank sind sie genommen.
Weil es heute Festtag ist;
Niemand ahnet, daß von SchmerzenHerz im HerzenGrimmig mir zerrissen ist.
Heimlich muß ich immer weinen.
Aber freundlich kann ich scheinenUnd sogar gesund und roth;
Waren tödtlich diese SchmerzenMeinem Herzen,
Ach! schon lange war ich todt.
B e r g s ch l o ß.
Da droben auf jenem BergeDa steht ein altes Schloß,
Wo, hinter Thoren und Thüren,Sonst lauerten Ritter und Roß.