Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
59
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Da kommt sie und wandelt;Ich eile sobald,

Ein singender Vogel,

Zum buschigen Wald.

Sic weilet und horchet.

Und lächelt mit sich:

Er singet so lieblichUnd singt es an mich."

Die scheidende SonneVerguldet die Höhn;

Die sinnende SchoneSie läßt es geschehn.

Sie wandelt am BacheDie Wiesen entlang.

Und finster und finstrerUmschlingt sich der Gang;

Auf einmal erschien' ichEin blinkender Stern.Was glänzet da droben?

So nah nnd so fern?"

Und hast du, mit Staunen,Das Leuchten erblickt;

Ich lieg dir zu Füßen,

Da bin ich beglückt l

An Mignon.

Ueber Thal und Fluß getragenZiehet rein der Sonne Wagen.Ach! sie regt, in ihrem Lauf,

So wie deine, meine Schmerzen,Tief im Herzen,

Immer morgens wieder auf.