Da kommt sie und wandelt;Ich eile sobald,
Ein singender Vogel,
Zum buschigen Wald.
Sic weilet und horchet.
Und lächelt mit sich:
„Er singet so lieblichUnd singt es an mich."
Die scheidende SonneVerguldet die Höhn;
Die sinnende SchoneSie läßt es geschehn.
Sie wandelt am BacheDie Wiesen entlang.
Und finster und finstrerUmschlingt sich der Gang;
Auf einmal erschien' ichEin blinkender Stern.„Was glänzet da droben?
So nah nnd so fern?"
Und hast du, mit Staunen,Das Leuchten erblickt;
Ich lieg dir zu Füßen,
Da bin ich beglückt l
An Mignon.
Ueber Thal und Fluß getragenZiehet rein der Sonne Wagen.Ach! sie regt, in ihrem Lauf,
So wie deine, meine Schmerzen,Tief im Herzen,
Immer morgens wieder auf.