Markte, unter Zufchauern von Juden, Heyden undChrilten, frevlich mit einigen Grimaflen, befchnei-den laden. Diefer Mann alfo, der lieh bereits beyQuackfalbern , durch fein Wunder-Salz, und beyAlchymiften, durch fein Feruvianifches Gold, einenfortdauernden Nachruf glücklich erworben hatte, un-terzog lieh, vom Hange zur Schreibfeligkeit, durchNeigung, beftändig etwas Anderes als Andere zu la-gen, und aus Begierde, durch Heterodoxie und Ha-lorifche Beredfamkeit, nach feinem Tode auch unterden Haloren uniterblich zu bleiben, angereitzt undentflammt; da fleh zumal treuherzige Verleger fan-den; diefer romanhaften Erdichtung. Denn hättendie Verleger hierzu keine Ohren gehabt, fo hätte erauch, nach Bogen bedungen, femiotifch, patholo-gifch und therapevtifch über den Bandwurm und dieGehirn waiferfucht, da er zumal an bey den Krankhei-ten felbft laborirte, mit gleicher, ihm eigentümli-chen, Deutlichkeit, Gründlichkeit und Beredfamkeitgefchrieben. Als bey einem, der griechifchen undlateinifchen Sprache ganz kundigen, bekannten tra-gifchen Humaniften, möchten wohl auch des rafen-den Pentheus Worte:
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fo einen Eindruck gemacht haben, dafs er nicht nurzwey, fondern gar drey bis vier Recenlionen fahe.Die Lefer von Semlern find faft in gleicher Gefahr mitihm. Denn wenn fie obenangeführte Stelle auchbeym vollkommenlten Verbände und mit gefundenund hellen Augen lefen, fo wißen fie eben fo wenig,wie er, ob fie zwey oder drey oder vier Recenlionen anfeinem kritifchen Dunftkreyfe erblicken. Pentheuswar alfo immer noch glücklicher dran, da er ziem-lich