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2 (1815)
Entstehung
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Wo auf ein einzig Wort die ganze Gegend gleichZum schönsten Tage sich erhellet;

Die Wolke flieht, der Nebel fällt,

Die Scharten sind hinweg. Ihr Götter, Preis und Wonne'.Es leuchtet mir die wahre Sonne,

Es lebt mir eine schönre Welt;

Das ängstliche Gesicht ist in die Luft zerronnen,

Ein neues Leben ist's, es ist schon lang begonnen.

Ich sehe hier, wie man nach langer ReiseIm Vaterland sich wieder kennt;

Ein ruhig Volk in stillem FleißeBenutzend waö Natur an Gaben ihm gegönnt.

Der Faden eilet von dem RockenDes Webers raschem Stuhle zu;

, Und Seil und Kübel wird in längrer RuhNickt am verbrvchnen Schachte stocken;

Es wird der Trug entdeckt, die Ordnung kehrt zurück.

Es folgt Gedeihn und festes ird'sches Glück.

So mög', o Fürst, der Winkel deines LandesEin Vorbild deiner Tage seyn!

Du kennest lang' die Pflichten deines StandesUnd schränkest nach und nach die freye Seele ein.

Der kann sich manchen Wunsch gewähren.

Der kalt sich selbst und seinem Willen lebt;

Allein wer Andre wohl zu leiten strebt.

Muß fähig seyn, viel zu entbehren.

So wandle du der Lohn ist nicht gering

Nicht schwankend hin, wie jener Sämann ging,

Daß bald ein Korn, des Zufalls leichtes Spiel,

Hier auf den Weg, dort zwischen Dornen fiel;

Nein! streue klug wie reich, mit männlich stäter Hand,Den Segen aus auf ein geackert Land;

» Dann laß es ruhn: die Ernte wird erscheinenUnd Dich beglücken und die Deinen.