Druckschrift 
2 (1815)
Entstehung
Seite
103
Einzelbild herunterladen
 

1OZ

Gellert's Monumentvon O e s e r.

Als Geliert, der geliebte, schied,Manch gutes Herz im Stillen weinte,

Auch manches matte schiefe LiedSich mit dem reinen Schmerz vereinte;Und jeder Stümper bev dem GrabEin Blümchen an die Ehrenkrone,

Ein Scherflein zu des Edlen Lohne,

Mir vielzusriedner Miene gab:

Stand Oeser seitwärts von den LeutenUnd fühlte den Gcschiednen, sannEin bleibend Bild, ein lieblich DeutenAuf den verschwundnen werthen Mann; ,Und sammelte mit GeistesflugIm Marmor alles Lobes Stammeln,

Wie wir in einen engen KrugDie Asche des Geliebten sammeln.

An Zachariä.

Schon wälzen schnelle Räder raffelnd sich und tragenDich von dem unbeklagten Ort,

Und angekettet fest an Deinen WagenDie Freuden mit Dir fort.

Du bist uns kaum entwichen, und schwermüthig ziehenAus dumpfen Holen (denn dahinFlohn sie bep Deiner Ankunft, wie vorm GlühenDer Sonne Nebel fliehn)