Druckschrift 
2 (1815)
Entstehung
Seite
70
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Und so lag ich lang' und immer länger.

Und es fing der Tag schon an zu grauen,

Und es rauschte hier und rauschte dorten.

Ist es ihre Thüre? Wär's die meine!"

Saß ich aufgestemmt in meinem Bette,

Schaute nach der halb erhellten Thüre,

Ob sie nicht sich wohl bewegen mochte.

Angelehnet blieben beyde FlügelAuf den leisen Angeln ruhig hangen.

Und der Tag ward immer hell und Heller;

Hört' ich schon des Nachbars Thüre gehen.

Der das Taglvhn zu gewinnen eilet,

Hort' ich bald darauf die Wagen rasseln.

War das Thor der Stadt nun auch eröffnet.

Und es regte sich der ganze PlunderDes bewegten Marktes durch einander.

Ward nun in dem Haus ein Gehn und Kommen,Auf und ab die Stiegen, hin und wiederKnarrten Thüren, klapperten die Tritte;

Und ich konnte, wie vom schönen Leben,

Mich noch nicht von meiner Hoffnung scheiden.

Endlich, als die ganz verhaßte SonneMeine Fenster traf und meine Wände,

Sprang ich auf, und eilte nach dem Garten,Meinen heißen, sehnsuchtsvollen AthemMit der kühlen Morgenluft zu mischen.

Dir vielleicht im Garten zu begegnen:

Und nun bist du weder in der Laube, >

Noch im hohen Lindengaug zu finden.