Druckschrift 
2 (1815)
Entstehung
Seite
63
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Sie sicht es an:Ein Ungeheuer! doch drolligFür einen Bären zu mild,

Für einen Pudel zu wild.

So zottig, tapsig, knollig!"

Sie streicht ihm mit dem Füßchen übern Rücken;

Ec denkt im Paradiese zu sepn.

Wie ihn alle sieben Sinne jücken!

Und Sie, siehr ganz gelassen drein.

Ich küß' ihre Schuhe, kau' an den Sohle»,

So siltig als ein Bär nur mag;

Ganz sachte heb' ich mich, und schwinge mich verstohlen

Leis an ihr Knie Am günst'gen Tag

Läßt sie's geschehn, und kraut mir um die Ohren,

Und patscht mich mit muthwillig derbem Schlag;

Ich knurr', in Wonne neu geboren;

Dann fordert sic mit süßem, eitlem Spotte!

allons ioud (toux! eil I» menolte!

Ot failes .^ervitsur,

Lonime un sr>Ii 8eigneur.

So treibt sie's fort mit Spiel und Lachen!

Es hofft der oft betrogne Thor;

Doch will er sich ein Bißchen unnütz machen.

Hält sie ihn kurz als wie zuvor.

Doch hat sie auch ein Fläschchen Balsam-Feuers,Dem keiner Erde Honig gleicht,

Wovon sie wohl einmal, von Lieb' und Treu' erweicht,Um die verlechzten Lippen ihres UngeheuersErn Tröpfchen mit der Fingerspitze streicht.

Und wieder flieht und mich mir überläßt.

Und ich dann, lvsgebunden, festGebannt bin, immer nach ihr ziehe.

Sie suche, schaudre, wieder fliehe

So läßt sie den zerstörten Armen gehn,

Ist seine»-Lust, ist seinen Schmerzen still;

Ha! manchmal läßt sie mir die Thur halb offen stehn.Seitblickt mich spottend an, ob ich nicht fliehen will.

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