Und die Segel blühen in dem Hauche,
Und die Sonne lockt mit Feuerliebe,
Ziehn die Segel, ziehn die hohen Wolken,Jauchzen an dem Ufer alle FreundeHoffnungslieder nach, im FreudetaumelReisefreuden wähnend, wie des Einschiffsmorgens,Wie der ersten hohen Sternennächte.
Aber gottgesandte Wechselwinde treibenSeitwärts ihn der vorgesteckten Fahrt ab.
Und er scheint sich ihnen hinzggeben,
Strebet leise sie zu überlisten.
Treu dem Zweck auch auf dem schiefen Wege.
Aber aus der dumpfen, grauen FerneKündet leisewandelnd sich der Sturm an,
Drückt die Vögel nieder auf's Gewässer,
Drückt der Menschen schwellend Herz darnieder.Und er kommt. Vor feinem starren WüthenStreckt der Schiffer klug die Segel niederMit dem angsterfüllten Balle spielenWind und Wellen.
Und an jenem Ufer drüben stehenFreund' und Lieben, beben auf dem Festen:
Ach, warum ist er nicht hier geblieben!
Ach, der Sturm! Verschlagen weg vom Glücke!Soll der Gute so zu Grunde gehen?
Ach, er sollte, ach, er könnte! Götter!
Doch er stehet männlich an dem Steuer;
Mit dem Schiffe spielen Wind und Wellen;
Wind und Wellen nicht mit seinem Herzen:Herrschend blickt er auf die grimme Tiefe,
Und vertrauet, scheiternd oder landend.
Seinen Göttern.