Druckschrift 
2 (1815)
Entstehung
Seite
8
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L

XI.

Nemesis.

Wenn durch das Volk die grimme Seuche wüthet,Soll man vorsichtig die Gesellschaft lassen.

Auch Hab' ich oft mit Zaudern und VerpassenVor manchen Influenzen mich gehütet.

Und obgleich Amor öfters mich begütet,

Mocht' ich zuletzt mich nicht mit ihm befassen.

Sv ging mir's auch mit jenen Lammaffen,

Als vier- und drevfach reimend sie gebrütet.

Nun aber folgt die Strafe dem Verächter.

Als lsc-ii, die Scrlangensackel der ErvnncnVon Berg zu Thal, von Land zu Meer ihn triebe.Ich höre wohl der Genien Gelächter;

Doch trennet mich von jeglichem BesinnenSvnettenwuth und Raserey der Liebe.

XII.

Ehristgeschenk.

Mein süßes Liebchen! Hier in SchachtelwändenGar mannigfalt geformte Süßigkeiten.

Die Früchte sind es heil'ger Weihnachtszeiten,Gebackne nur, den Kindern auszuspenden!

Dir mocht' ich dann mit süßem RedewendenPoeüsch Zuckerbrot zum Fest bereiten;

Allein was soll's mit solchen Eitelkeiten?

Weg den Versuch, mit Schmeichelei» zu blenden!Doch gibt es noch ein Süßes, das vom InnernZnm Innern spricht, geniesbar in der Ferne,Das kann nur bis zu dir hinüber wehen.

Und fühlst du dann ein freundliches Erinnern,

Als blinkten froh dir wohlbekannte Sterne,

Wirst du die kleinste Gabe nicht verschmähen.