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XIII.
Warn u n g.
Am jüngsten Tag, wenn die Posaunen schallenUnd alles aus ist mit dem Erdelebcn,
Lind wir verpflichtet Rechenschaft zu gebenVon jedem Wort, das unnütz uns entfallen.
Wie wirds nun werden mit den Worten allen.In welchen ich so liebevoll mein StrebenUm deine Gunst dir an den Tag gegeben.Wenn diese blos an deinem Obr verhallen?
Darum bedenk, o Liebchen! dein Gewissen,Bedenk im Ernst wie lange du gezaudert.Daß nicht der Welt solch Leiden widerfahre.
Werd' ich berechnen und cntschuld'gen müssen.Was alles unnütz ich vor dir geplaudert;
So wird der jüngste Tag zum vollen Jahre.
XIV.
Die Zweifelnden.
Ihr liebt, und schreibt Sonette! Weh der Grille!
Die Kraft des Herzens, sich zu offenbaren,
Soll Reime suchen, sie zusammenpaaren;
Ihr Kinder, glaubt, ohnmächtig bleibt der Wille.
Ganz ungebunden spricht des Herzens FülleSich kaum noch aus: sie mag sich gern bewahren;Dann, Stürmen gleich, durch alle Saiten fahren;
Dann wieder senken sich zu Nacht und Stille.
Was quält ihr euch und »ns, auf jähem StegeNur Schritt vor Schritt den läst'gen Stein zu wälzen,Der rückwärts lastet, immer neu zu mühen?
Die Liebenden.
Im Gegentheil, wir sind auf rechtem Wege!
Das AUerstarcste freudig aufzuschmeljenMuß Liebesfeuer allgewaltig glühen.