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Anderer Theil (1728)
Entstehung
Seite
269
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derLirfftUNddenHMometem. 269

Fensters habe ich ein Stücke Saite,soeinenSchuh und 4 Zoll lang war, an zweyNageldergestalt gebunden, daß die Saite ausge-spannet war, und mit ein wenig Wachs ei-nen kleinen hvltzernen Zeiger daran befesti-get. Als ich viele Tage hinter einander mitFleiß vbservirel; so habe wahr genommen,daß sich die Saite bev aufgehender Sonnemehr zusammen gedrehet, und der Zeiger ineiner kurtzen Zeit fast einen halben Circuldurchgelauffen. So bald die Sonne her-auf kam und die Saite beschien, gieng derZeiger weiter zurücke, als er frühe stund, daich das Fenster aufmachte. Jedoch wardie Bewegung des Zeigers einen Tag nichtso groß wie den andern. Hieraus erlernet Daß dieman, daß die Lufft feuchte wird, wenn die DünsteSonne aufgehet, folgends daß die Dünste be» Auf-alsdenn niederfallen: wodurch dasjenige Sonnebestetiget wird, was wir oben von der Ur- Aen.sache beygebracht, daß die Lufft nach demAufgange der Sonne kalter wird als sievorher war, ehe die Sonne aufgieng. Jn,gleichen siehet man, daß einen Tag nicht soviel Dünste herunter fallen,als den andern,indem die Sonne heraufzu steigen beginnet.

Man kan auch mit der Saite alle die Ver-suche anstellen, die ich vorhin mit den Bind,faden beschrieben, wovon ich nur einen um-ständlicher anführen will, um zu zeigen, daßdie Saiten sich durch die Feuchtigkeiten

ver-