Druckschrift 
Erster Theil (1727)
Entstehung
Seite
407
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die m Corper nverborge n rst. 407

kaum den dritten Theil soviel Raum ein-nahm als der Urin und das Glaß an denwarmen Offen gehalten / daß das Blut nichtgerinnen möchte. Als ich es unter die klei-Versuchne Glocke auf die Lufft-Pumpe gebracht A"und die Lufft unter der Glocke weggepum-gZ^pet; hat sich das Blut / als die Lufft fast Nasen,gantz ausgepumpet war/ aufeinmahl erho-ben / in lauter Blasen aufgelöset und istoben gantz heraus gelauffen / außer daß eini-ge Blasen im Glase geblieben / die nach die-sem/ als ich Lufft hinein gelassen / wiederin Blut zusammen gefahren. Ich habe und auSnach diesem warmes Blut / welches aus derAder frisch gelauffen/ in einem Glase unterdie Glocke auf die Luffc-Pumpe gebrachtund es hat sich alles eben so / wie mit demvorigen zugetragen. Man siehet hieraus/Ob diedas viel Lufft im Blute ist. Denn wenn kuffteinige vorgeben wollen / daß die Lufft ersthinein komme / indem das Blut aus der A- Blut.der durch die Lufft durchspringet/ sobehaup- kommet,ten sie etwas / daß sie nimmermehr erweisenkönnen. Vielmehr ist die Erfahrung wie-der sie / wie ich bald mit mchrcrem zeigenwerde. Es ist eine gemeine Regel- Mansol nichts als einen Grund von etwas an-derem annehmen/als dcffen Richtigkeit manvorher erwiesen hat. Unter dessen handeltman doch beständig darwieder / weil mangerne mehr sagen wil/ als man weiß/ und