der Waldensischen Kirchen.' ' 55z
seyn, wenn ich ihnen auch das Verzeichnis derjenigen Lehrer odersogenanten Barte in den Thalern von Piemont zu lesen gebe,deren Namen wir irr ihren eigenen Schriften aufgezeichnet finden,und deren Gedächtnis billig bey den Nachkommen, fo lange dieWelt stehen wird, im Segen bleiben muß. Es wird ihnen die-ses nicht nur angenehm seyn, sondern auch vornemlich zur Ver-herrlichung des grossen GOttes gereichen, weil sie daraus ersehenwerden, was die ewige Weisheit für Mittel und Mittels-Perfo-nen gebrauchet, den Leuchter seines Wortes in diesen Gegendenvon einer Zeit zur andern in seinem Glanhe zu erhalten, und dieHausgenossen des Glaubens daselbst, vermittelst desselben ohneeinigen Zwischenraum und beständig zu erleuchten.
Verzeichnis aller derjenigen Barte, oder alten Evangeli-schen rchrer in den Thälern von Piemont, deren Namen man nochauffinden können: wenigstens derer, so seit fünf bis sechs hun»dert Jahren die vornemsien darunter gewesen.
Petrusde Bruis lebte zu Anfang des eilftenIahrhundertsnoch vor dem heiligen Bernhards, der nachgehends wider seineAnhänger, die man nach ihm Petrobrusianer genennet, geschrie-ben hat.
Henricus, ein Jünger des vorhergehenden. Sein Namewurde sonderlich um das Jahrit2o. bekant, und die, fo feinerLehre Beifal gaben, nennete man Hmricianer.
Arnoldus war vornemlich um das Jahr nzo. und H42.berühmt, und seine Anhänger hiessen die Arnoldisten. Nachdem Zeugnis Trithemii in seiner Chronica bey dem Jahr n6z.gieng er aus Flandern nach Cöln, und hatte daselbst das Her-tze, mit denen Römischen Lehrern von Reims öffentlich zu dispu-tiren, wurde aber nebst neunen seiner Jünger darüber lebendig ver-bräm: wie solches auch Casarius von Heisterbach im 19. Ca-pitel seines fünften Buches besagt.
Esperon folgte ihm in der Lehre und im Amte nach. SeinWaldensis.Gesch.l.TH. Aaaa Name