§!4 I. B' Zo. C. Vor; der Lebens-Art
hierauf alle ihre Rechte und Freiheiten vor; neuen bestäti-get, und das Kriegs-Heer, so er zusammen kommen las-sen, um sie gantzlich auszurotten, wieder auseinander ge-hen lasiert. Dieses ist die Erzehlung des Hemr du Mulm,eines redlichen Carholicken.
Nicolaus Bertrand in seiner Geschichte von Thoulousipag.zi. Reynerus und andere mehr bestätigen mit ihren Zeugnis-sen dasjenige was wir schon oben angemerckt, daß man sie nem-lich in Ansehung dieses ihres stillen und frommen Lebens, insge-mein die guten Leute, bono8bomine8, oder Lonolios ( davonvielleicht die Geschlechter der Lonnou«- wovon noch heut zu Tageviele Familien in dem Thal von St. Martin gefunden werden,ihren Nainen mögen bekommen haben) auch konomos, oder auchdie Vollkommenen, und die Getrösteten, genennet.
Ich tönte mit gar leichter Mühe noch eine grosse Menge sol-cher Zeugnisse, theils aus ihren eigenen, theils aus ihrer Wider-sacher Schriften achter anführen, die im Stande waren die greu-lichen Beschuldigungen womit man sie bey der gantzen Welt ver-haßt zu machen gesucht, zu widerlegen: ja ich bekenne es frey her-aus, daß wenn es noch daraufankommen folte, weitlauftig zu be-weisen, daß weder sie in ihrer gantzen Lehre etwas irriges, noch in ih-rem gantzen Lebens-Wandel was ssmdkiches oder anstößliches an-zutreffen, es nicht an Büchern fehlen würde, sowohl unter ihren ei-genen, als auch ihrer Freunde und Feinde Schriften, die mich al-ler sauern Mühe disfals überheben würden. Allein nachdem ichalbcreits so viele gründliche nud unwiderfprechliche Beweise so wohlvon einem als dem andern, an den Tag gelegt: halte ich es für un-recht, dieGeduld meiner Leser zu misbrauchen, und sie selber nochlanger bey eine» ley Sache aufzuhalten. Ich kan mich auch in derThat nicht bereden, daß noch ein eitriger vernünftiger mw von Vor-urtheilen uneingenommener redlicher Catholicke (von Protestantenwill ich nicht einmal was sagen) solle zu finden seyn, und gefitzt,es wäre auch einer bis daher noch'partheiisch gewesen: der nicht