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und Sitten der Waldenser. .1
inen Urtheils durch folgende Anrede und Vorstellung, wo nicht -?,DesC--pgänßüch zu verhindern, doch wenigstens zu verzögern. Esmuß, tzchams v°-ksagte er unter andern, unser Komg fälschlich und boHa-fter 'Weise zum Nachtheil der Waldmfer seyn hmterganMworden: waren Ihro Majestät von diesen armen Leukerrbesser unterrichtet, ich weis gewiß es würde ihnerr reuenein solch Urtheil wider sie gefält zu haben. Mir wollensirchm ihrer habhaft zu werden, wir wollen alle unsere Ge-fängnisse mir diesen Unglückseligen anfüllen, und sie aufdas sorgfältigste darinnen bewachen: aber last uns unsere '
Hände nicht eher in ihren: Blute färben, bis wir es Sr.
Majestät aüerunterthämgst vorgestellt, daß es gute ehrli-che Leute sind, die es in der Treue gegen ihren König vie-len andern zuvor thun, und die anir ihren CatholischenNachbarn friedlich und ruhig leben: mit einem Worte,daß es Leute sind, an denen gar nichts auszusetzen, alsdaß sie sich zu ihrer Religion bekennen. Wollen IhroMajestät sodann noch bey ihrem Vorsatz sie auszurottenbeharren , so ist es ja noch immer Zeit genug sie hinzu-richten.
Dieser gewissenhafte Dechant brachte es hierauf mit seinenwohlgegründeten Vorstellungen auch so weit, daß diese guten Leu-te , so in ihren Gefängnissen dem Tode schon alle Augenblick ent-gegen scheu, für dieses mal noch das Leben davon trugen.
Endlich ist es wohl nicht leichtlich zu vermuthet!, daß Kai- -4- Kaiserjer Friedrich der 2 te der die geschärftesten Verordnungen wider ^die Waldemcr ergehen lassen, solle vergessen haben, sich darinnenauf ihre irrige Lehre und böses Leben zu beziehen, wenn er nurdas mindeste davon mit einigem Schein der Wahrheit auf sie zubringen gewnst hätte. Dieses würde ja wenigstens etwas gewe-sen seyn, womit er das mehr als zu harte Verfahren wider sie bei-der Nachwelt nur einiger Massen hätte rechtfertigen können. In-dessen weis er sie doch sonst mit nichts, als damit zu beschuldigen,
Sss 2 daß
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