496
l.B. ZO.C. Von der Lebens-Art
„mit Teig, stellen es vor ihm, stechen es mit Messern, und nöA„gen den neuen Gesellen, das aus den Wunden stressende Büit„aufzufangen und zu triucken: alsdenn schmausen sie, löschen so-„danri die Lichter aus, und begehen die allerentsetzlichsten ÜnA„tereien. Sie leiden weder Tempel noch Bilder, und machen„GOtt zu einem ungerechten Richter, der »richt sowol die Sün-der, als vielmehr die Unglückseligen zu strafen pflege." Ichzweifle keinesweges, und der Ausgang hat es leider nur mehr alszu viel bewiesen, daß der Marquis in Ansehung der Waldenser,eben diese Sprache geführet.
Einerley Grauel sind es auch beinahe, die der schon so oftangeführte Grosprior von Turin Rorenco, der alles in allembey obgedachten Marquis de Pianesse gewesen, Wider besserWissen und Gewissen unsern armer» Waldensern in seinen Nemo.rie8 tiilioricties, da er von Einführung der Ketzerei) in dieThä-ler handelt, im 2 . Capitel zur Last legt. Damit es niemand laug-nen könne , setze ich seine eigeneWorte her; clie lacenano öelle con-AreZatione Notturni, e beüiale, nelle quali äuopo il lermonetec^uivano abomina voli commerci, prokerenäo il lVliniüro Lsr-ba, o lia preäicante guel motto a quel qu'ecke^nire !ou lumsäe la l^anterno, xaZnere !a Vie Lterno: Sie halten nächtli-che und viehische Zusammenkünfte, und begehen dämmennach angehörter Predigt, die allerentsetzlichsten Grauel:Ihr Prediger, oder geistlicher Bart fordert sie dazu auf,und gibt ihnen die Versicherung, daß wer zuerst dasLichtin der Laterne auslöschen werde, das ewige Leben habensolle. Kurtz vorher giebt er vor, wie sie das Geheimnis zuschweigen volkommen besassen, und spricht: prima per la com-munanra clelle äonne, accio non polle Laputa cla chi noninclinana ä tali äislionnettä, lecunäo per attirar piü Zente allslor letta, per la curiolita clella DoArina non conolciute: sol-ches thäten sie, erstlich, wegen der Gemeinschaftmitdem
Weibesvolcke, ulld damit die, so an dergleichen Unflate-' reim