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1 (1750)
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Protestantische Lehre einer Neuerung beschuldigen. 475

ist, niemals in der Welt gewesen; oder ist sie gewesen, sohat sie fremden Göttern dienert, die Götzen verehren, undden Kirchen-Raubern Unterthan seyn müssen.

Es ist ausser allem Zweifel, daß, da die von der RömischenKirche selber so viel vortheilhastige Zeugnisse von dem hohen Al-ter der Waldenssschen Lehre abgelegt, wie wir irr dem vorherge-henden Capitel gesehen haben: sie nunmehro allerdings auch schul-dig sind, entweder darzuthun daß die Lehre der Protestantenmndder Waldenser nicht einerley sey, oder im Fall sie solche für einer-ley erkennen, und zugeben müssen, daß sie zu Lutheri und Cal-vin! Zeiten nur in einem und dem andern sich noch verbessert,aufzuhören sie als eine neue und besondere Lehre anszuschreienund anzufeinden. Die alten Römisch katholischen Lehrer habenbeides albereitö zugestanden, wie wir solches in dem vorherge-henden weitläuftig genug bewiesen, da wir uns so gar auf ihreZeugnisse beruften, um das Alter der Waldenser unwidersprech-lich zu behaupten: aber es fehlt auch nicht an andern die sonder-lich dasjenige, davon hier die Frage ist, in ihren Schriften be-kennen.

Der Cardinal Hosius in seinem Bücke von den Ketze-reien unserer Zeiten im ersten Buche, und Lindanus in seineml^buiis ^.nacht. sagen alle beide: Die Lehre der Protestan-ten in Böhmen sey nichts anders als ein Aussatz der Wal-denser, der gantz Böhmen zu der Zeit angesteckt, da Zufol-ge der Lehre Waldi, der sich nach Böhmen gewendet, dergröste Theil des dasigen Reiches sich vor: derRömisch-Ca-tholischen Kirche abgesondert.

Der Jesuit Gautier zieht in seiner 'I'abula OkronoZra-xkica über das zwölfte Jahrhundert, im 15. Capitelzu Ende des494. Blats die Uebereinstimmung der Lehre der Waldenser, undderer die er betrogene Diener Calvini nennet, in 27.Artickelnzusammen.

Claudius Rubius in seiner Beschreibung der Stadt Lion,

O.00 2 I-ib.Z.