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1 (1750)
Entstehung
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439
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aus ihren eigenen Schriften.

fortgefahren, und daß dieses Jahr in eben die Zeiten trift, inwel-chen sie wie wir oben angezeiget, sich von der Gemeinschaft mit derRömischen Kirche abgesondert.

Im Jahr i6oz. thaten die Waldenser in den Thalern vonMeane und Matthias gegen Susa zu und auch irr Piemont,die zu allen Zeiten mit den übrigen Thalern vor einen Mann ge-standen, dem Hertzog von Savoym, Carl Emanuel eben der-gleichen Vorstellung; als dieser einen sehr schärften Befehl widersie heraus gegeben, vermöge dessen sie diese Gegenden räumenmüssen, so sie auch mit Hinterlassung ihres gantzen Haab und Gu-tes, um der Apostolischen Wahrheit willen gethan, und führtendem Hertzoge darinnen deutlich genug zu Gemüthe, daß diejenigeLehre, um welche er sie vertriebe, keinesweges eine neue, sonderngewiß und wahrhaftig die alte Apostolische Lehre sey, die ihreVorfahren von den alleraltesten Zeiten her geglaubet undgelehret, und auf ihre Nachkommen öffentlich fortge-pfiantzt: u. s. w.

Ich tönte alhier mehr als hundert dergleichen Bitschriftenund Vorstellungen anführen, die diese guten Leute von Zeit zuZeit, da sie es zu thun genöthigt gewesen, unterschiedlichen Für-sten lind Parlameutern übergeben, auch mehr als eben so viel be-sondere Schutzschriften nahmhaft machen, darinnen sie ihren Glau-ben wider die Römische Geistlichkeit vertheidiget, und immer ei-nerley Sprache geführet; wie ich denn deren seit dem Jahre 1644.selber mehr als dreißig entworffen, und an Madame Royale,der ietztregierenden Königs. Hoheit, oder deren Staatsbedientenund Parlameutern überreichet, eben so wie es meine Vorgängergethan haben.

Ohnerachtet sich nun unsere Waldenser in allen ihren Bit-schnften auf das Alter ihrer Religion beruften, und sich der Worte:ss ^empo immemoriale : c!a k.-zclre in I^ivole, inäe <Ze!I^empo <äe Lc-. so fleißig bedienet; so findet man

doch nicht ein eintzig mal, daß sich diese hohe Obrigkeit, oder de-