4Z3 !-B 26.C. Von dem Alter der Waldmser
lans, ja zuweilen der Obrigkeit des Ortes selber, sich beyuns emgeftmden, und dazu durch einen besondern Befehlvon Ew- Durch!. vorn 2o.Dec des ietztlauffenden Jahresberechtigt zu seyn, vorzugeben keinen Scheu getragen.
Es ist wahr, Durchlauchtigster Hertzog, und einemehr als zu bekäme Sache, daß w.r, Dero allergetreuesteUnterthanen nebst unser?! Vorfahren schon viele hundertJahre her von unsern Geistlichen, die unter dem ehrwür-digen Namen der Barte bekam gewesen, in der wahrenChrist! chenMlrgwn sind unterrichtet worden: Es ist wahr,daß solches öfters aus Furcht, und um die Verfolgungunsrer widriggesimen Geistlichen zu vermeiden, nach deinExempel der ersten Christen, des Nachts und in verbor-genen Oertern geschehen müssen: Allein, so bald wir ge-höret, daß unsere Feinde eben daher Anlas genommen,uns zu lästern, so haben wir dergleichen Dersamlungenauch wieder emgestelc, und nicht unterlassen, die heiligeLehre, so wie solche von den alleraltesten Zeiten her vomVater auf Sohn, und von Kind auf Kindeskind unteruns fortgepflanzt worden, öffentlich zu lehren und zupredigen, es hat uns auch darüber ergehen mögen, wieesgewolt: u s. w
Eben dieser Rorenco gedencket pag. IZ2. des angezogenenBuches noch einer andern demüthigen Vorstellung, die sie imJahr 15y9.de« 9. Nov. ihrer hohen Landesob-, igkeit übergeben,und in w elcher sie sich unter andern dieser Worte bedienen: DieErkeMms der Wahrheit stamme bey ihnen nicht von etli-chen fünfzig Jahren her, sondern es sey eine bekäme S'-che, daß sie eben diese Lehre schon vor mehr als fünf- undsechshundert Jahren gelehret. Man mercke hierbei) an, daßsie als voll einer gantz bekamen und ausgemachten Sache reden,wenn sie sagen, daß ihre Vorfahren diesen Glauben schon in denThälern gelehret, sie aber seit dem Jahre 900. in eben dieser Lehre