4^8 I-B. 24 .C. Dom Zustand der Kirchen
Pabste nicht allein mit einem rechten Heldenmuthe, und verlang-ten, nachdem sie einmal von ihm ausgegangen, niemals wiederin seine Gemeinschaft zu treten : sondern legten die wichtigenGrunde, die sie dazu bewogen, in einem besondern Buche, sosie in ihrer Muttersprache Herausgaben, der gantzen Welt vor Au-gen. Der Titel davon hieß : 68I,-i caotn 6e notin, äez-
xartimenr äe lu (ZluiteKoingne: Dls ist die Ursache UNseM
Absonderung vor: der Römischen Kirche, und der Geschicht-schreiber de Serreö sagt bey dem Jahre 122 Z. daß er es unterseinen Büchern habe; wovon auch wir noch glaubwürdige Ab-schriften haben, so mit alten Gothischen Buchstaben auf Perga-ment geschrieben sind, und in der Büchersamlung zu Cambridgeaufbehalten werden. In diesem Buche verwerfen sie schlechter-dings das Fegefeuer, die Bilder, die Anrufung der Heili-gen, das Meßopfer, so man damals einzuführen beflissen war,dieTranssubftantiation, das Ansehen der Pabste, und ih-re Aussprüche: dahingegen lehren sie, daß die Seligkeitnicht lediglich von der Taufe, als von einer blossen ärmli-chen Handlung herkomme, als ob die Gnade GOttes andas äußerliche Element des Wassers gebunden wäre; son-dern daß man auch dabey in dem Bunde mit GOtt stehenmüsse: daß dieOpfer und Gebete für die Todten, Thor-heit und Gottlosigkeiten sey;:: daß die Priester und Mön-che lieber heiraten, als Brunst leiden solten: daß mandas Kreutz weder anbeten noch verehren solle : daß die Ent-haltung gewisser Speisen an gesetzter: Tagen abergläubischsey: daß man in Glaubenssachen nichts ännehmen müsse,so nicht genau mit der: kanonischen Büchern der heiligenSchrift überein komme: u. s. w.
Damit aber niemand die hier angeführten Schriften inZweifel ziehen dürfe, die uns in Erkenntnis und BeurtheilungPer Lehre dieser sogenannten Petrobrusianer-Waldenser ein
so gar Helles Licht aufstecken; so lasse ich die übrigen lirsgeM