zur Zeit des geoffenb.Aiitichrists im uten Jahrh. 429
vorbey, so durchgehends wider die Römischen Satzungen streiten,und begnüge mich , die Glaubwürdigkeit derer, auf die wir unseben iho berufen haben, mit dem gültigen Zeugnis eines ihrerärgsten Feinde zu beweisen. Es leget solches Petrus Clunia-ceusis m seinem i. 2. und folgenden Briefen ab, wie solches inIllyrici seinem oftangeführten Verzeichnis der Zeugen derMgrheit, im 15. Bücke angeführet und noch hinzugefügt wird,daß eben dieser Petrus de Bruys, nachdem er das Evange-lium länger als 20. Jahre mit vielem Segen in Languedoc,Provence, Dauphins, und vornemlich in den Gegenden vonGap und Amvrun , so mitten im Gebürge gegen Franckreichzu liegen, gepredigt: dasselbe zuletzt noch zu St. Gilles mit sei-nem Blute besiegelt, und auf einem Scheiterhaufen dieMärterer-Krone davon getragen habe. Dieses bestätigt der GeschichtschreiberDavits) irr seiner Schrift von Ketzereien p. Z50. ebenfals, undgedeneket, daß solches im Jahr 1120. folglich mehr als 50. Jahrzuvor geschehen, ehe man von Maldo von Lion etwas ge-
wust. °
Der schmähliche Tod dieses standhaften Bekenners, deBruys , schreckte dennoch diejenigen nicht ab, so den Grundseiner Lehre hatten erkennen lernen: und diese wurde nach seinemTode von Theucholino oder Tudemio, Petro von Blois,Johanne Rojaliiio, einem sehr geleiten Manne der am mei-sten zu Wiederanrichtung der Universität zu Paris beige-tragen hat; dem grundgelerten Petro Alerandro , einem soge-nannten Arnold , welcher nachgehends zu Paris , nach PlatinäBericht, öffentlich hingerichtet worden, und andern wackernMännern mehr, mit allem Nachdruck behauptet. Es trat in-sonderheit Henricus in allen Stücken vollkommen in die Fus-stapfen Petri, dessen Schüler er gewesen, und predigte seineLehre mit so grossem Eifer und vielem Beifall, daß, da man vor-her ihre Anhänger nach Petro Petrobrusianer genennet, mansie nunmehr nach diesem Heinrich Henricianer hieß; wie solcheswaldensis.Gesch.l-Th. Fff Petrus