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1 (1750)
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406
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406 I-B. 24 .C. Von: Zustand der Kirchen ^

als die Inwoner solcher Lander, denen von Natur alle Gerlegenhert mit andern Menschen umzugehen, benommen ist,die folglich auch weder von der «spräche, noch von denSitten oder Kleidungen anderer Menschen etwas wissen.

Der Schlus den er daraus zieht, ist dieser, daß es sehr unge-reimt seyn würde, wenn man behaupten wolte, daß ein sogrosses Volck, als die Inwoner der Gegenden zwischen denAlpen und dem pyrena schon Gebürge sind, gleichsam alsm einen: Tage von PecroW-.ldo sollen ausgebrmer seyn;rmd es vielniehr wahr geredt sey, daß dieser, nachdem ersich vor: der Well abzusondern, und mit Ernst auf sei-lte Seligkeit bedacht zu seyn sich vorgenommen, sich erst- !sich alhier unterrichten lassen, und hernach erst zu LLon zulehren angefangen.

Fragt man aber wie es denn möglich gewesen, daß in so garfinstern und unglückseligen Zeiten diese evangelische Lehre nicht nursolchergestalt rein und lauter beibehalten worden, sondern auchnoch täglich anwachsen, und in so viel Gegenden und Landernsich ausbreiten können? so mag Iacobus de Riberia, ein ab-gesagter Feind der Waldenser hierauf antworten Dieser sagtin seiner Samlung der Geschichte von Thoulouse: Es ha- >ben die Waldenser von vielen Zeiten her in den Gegendenvon Verbonne, Albi rc. die Oberhand gehabt, und schreibtsolches folgenden Ursachen zu: Weilen zu der Zeit diejenigeso sich Priester, Bischöffe und Lehrer der Kirchen nennenlassen, in schlechtem Ansehet: bey den: Volcke gestanden,sintemalen sie fast alle insgesamt unwissend und nichtwerth gewesen, dergleichen geistliche Aemrer zu bekleiden,und es dahero den Waldensirn desto leichter gelingen köwne, durch die Vortreflichkeit ihrer Lehre das Dolckansichzuziehen, als die da für allen andern sehr künstlich undfein vor: der Religion zu reden gewuft, und deswegen vonden Priestern selber aufgenommen worden : nicht zwar als