Zur Zeit desgeoffenb.Antt'christs im uterr Jahrh. 405
Wilhelm Malmesburgensis im z. Buche gethan: nun gehö-ren aber unstreitig nicht nur unsre Thaler, sondern auch gantzPieinont zu dem Theile von Franckreich, so disseitden Aloenlieget, und stunden damals noch würckllch unter ftantzdstscher Bot-mäßigkeit , folglich haben sie sich solcher Zeugnisse allerdingsmit anzunemen. Matthäus West setzt hinzu: Der grösteTheil von Italien betanke sich zu dieser Lehre: und Wal-densis im 2ten Theile seines Buchs, Capitel 9. sagt: Daß zu derZeit ein gewisser Priester und Lehrer der Theologie bey der Kir-che zu Autun, Namens Honorius gelebt, so ein Anhänger derberengarischen Secte gewesen. Doch übertust alle diese Zeug-nisse noch was LMuiuus k'lor. chM. beim Iar 1084. von dieserSache schreibt, wenn er daselbst beweist, daß die Lehre Veren-gern nicht nur fortgefaren in der: angefürten Oertern sich weiterauszubreiten, sondern daß sie auch sonsten weit und breit, ja garbis in Engelland erschollen, und sich in den Thälern, vonwelchen die Waldenser ihren Namen bekommen, derge-stalt erhalten, daß es einerley gewesen, einen Anhänger desBerengarii, oder einen Waldenser zu nennest, wie 80x1-3-riu8 in ^riliTl-eiio L>ib». l. Cüp. 5. redet, wie es denn auch ei-nerley sey, von einem Waldenser oder von einem Calviniftenreden, wenn er sagt: daß man dazumal diejenigen, so mattheut zu Tage Calvinisten nennet, Berengarier oder Wal-denser zu nennen pflegte.
Solle denn nun wol, bey allen diesen Umstanden der gros-se Philippus Mornay , Herr von Plessis Unrecht haben,wenn er in seinem Geheimnis der Bosheit , da er von derOffenbarung des Antichrists handelt. schreibt: Es hätten dieseLeute die lautere Warheit und alle christliche Einfalt inallen Bergen und Thälern von Dauphins, Languedoc,rc.rein und unverrückt beibehalten, so daß das päbstische Ver-derben samt den Menschensatzungen niemals bey ihnen ein-dringen können, und sie es in diesem Stücke so gehalten,
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