zm'Zeitdesgeoffenb. Antichrists im uten Jahrh. 42»
Sünde hertzüch gereuet, und er stille Widerruffung, so wiesie ihm rmr Gewalt abgedrungen worden, auch wiederverworffeil; wie er denn auch besonders wrder das Con-cilium, und vornemlich wider den Cardinal Hubertum,der das Widerruffungsinstrument geschmiedet, geschrie-ben, und seine Lehre von neuem, als vorkommen mit demreinen Glauben der erstell Kirche übereinstimmend, ge-rechtfertigt, und bis an seinen seligen Tod, so im Jahrroyl. erfolgt, darinnen beharret. Zuletzt fürt er noch dasvortheilhaftige Zeugnis mit an , was ihm Platina selbst mit die-sen Worten gibt: Berengarius sey ein Mann gewesen, densowol der fromme Wandel als die Gelersamkeit vor vielenandern berümt gemacht: OoekriliL äc VitX limürrare inü-MI 8 . Hildebert, nachmaliger Ertzbischof von Tour, der ihmdie oben angefürte Grabschrift gemacht, nennet ihn eine Stützeder Kirche, und die Hofnung des geistlichen wtMldes.
Wie nun aber dieser Berengarius niemals dahinzu brin-gen gewesen, daß er solchen seinen heiligen Glauben hatte verlaug-nen sollen; so hat man auch denjenigen heiligen Samen, so er inseinem Leben ausgestreuet, nach seinem Tode niemals erstickenkönnen. Dieses erhellet gar besonders aus dem Bericht, denuns Helgaldus in seinem kurtzen Entwurf des Lebens KönigsRoberts davon gibt, wenn er nemlich darthut, daß die Lehre,welche Lensericus Ertzbischof von Seils, so damals lebte,triebe, und die mit des Berenqarii seiner einerley wäre,noch nicht aufhören wolte, sondern vielmehr noch täglichill ihrem Znnemen wäre. Ja es waren so gar auf mehr be-sagtem Coneilio selbst, auf welchem Pabst Gregorius 7. die Leh-re Berengarii mit aller Gewalt verdammen lies, die Meinun-gen der Geistlichen nicht alle einerley, sondern viele Bischöfe blie-ben noch dabey, daß das Brod im heiligen Abendmal nurdas äußerliche Zeichen der Sache, die Sache selbst aber,nemüch der wahre wesentliche Leib Christi im Himnrel wa-Vt>üldensis.Gesch.t.Th.. Cee re,