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1 (1750)
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369
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Absonderung von der Römischen Kirche. 369

Lauterkeit der alten Apostolischen Lehre rein und unverrückt zu er-halten sich angelegen seyn lassen. Beweist davon finden wir in demschon angeführten Verzeichniß der Zeugen der Wahrheit;und das Buch so er besonders htevon geschrieben und dem KaiserLothario zugeeignet, gibt ein unverwerfliches Zeugniß an denTag, daß er schon damals von dem heiligen Abendmahl eben dasgeglaubt, was die Reformirten heut zu Tage davon lehren. Daihm nun so gar Tritheim in seinem Verzeichniß der Schrift-steller der christlichen Kirche das Lob beileget, daß er dervortreflchsteLehrer in gantz Italien, und in gantz Deutsch-land nicht seines gleichen habe: so legt solches seinem Zmgmsthievon eiir desto grösser Gewichte bey.

Nun mag ein unpartheiischer Leser urtheilen, ob manuichtDie Kirche»

mit gutem Rechte sagen könne, daß schon mit Ausgange des achten Thä-

Jahrhunderts, und so bald man damals angefangen auch die Kir- ^-'römischenchen in den Thalern von Piemont zurVerchrung der Bilder, des K-rcheausge-Kreutzes und der Reliquien, zur Auruffung der Heiligen, und zumWallfahrten nach Rom, um daselbst die Vergebung der Sundenzu suchen, zu nöthigen: diese öffentlich von der Gemeinschaft mitder Römischen Kirche ausgegangen, ob schon damals die Lehr e vonder Brodverwandelung und von der Messe,wiesie heutzu Tagevorgetragen wird, noch nicht bekam gewesen. Denn was haben je-mals in den nachfolgenden Zeiten Lutherus undCalvinus beherz-teres wider den Pabst thun, reden oder schreiben können, da dieKetzerey , der Aberglaube und die vielen Mißbrauche albereits denGrad der höchsten Volkommenheit erreichet, als dieseLeute gethanhaben, da solche dock nur erst zum Vorschein zu kommen angefan-gen? Warlich, wenn man betrachtet, was Felix Urgelitanusdie oben angeführten Männer insgesamt, besonders dieser Clau-dius mit denen ihm anvertraut gewesenen Kirchen gethan, undwie sie alle Menschen-Satzungen, nebst der gantzen pabstlrchenGewalt verworffen haben: so muß man ja wohl bekennen, daßwaldensis. Gefch. I. Th. Aaa sie