Absonderung von der Römischen Kirche. 36z
;,Aber höret, was die Anhänger der falschen Lehre Und„des Aberglaubens ,(fo nennet er die Papisten) hierzu sagen.„Wir verehmi, sagen sie, lind beten das Kreutz an, zur Ehre und zum„Andencken des Gekreuzigten. So gefall ihnen also nichts an„unserm Seligmacher, als was selbst denen Gottlosen an ihm istfeb gewesen, nemlich die Schmach seines Leiderrs, und das Zei-ten seines Todes. Und so glauben sie doch wenigstens das von„ihme, was die ungläubigen und gotlosen Juden und Heiden von„ihm glauben, die ihn nur für gestorben und im Tode geblieben„halten, von seiner Auferstehung aber nichts wissen wollen, ohne^zu bedencken was Paulus sagt: Von NUN an kennen wir nie-„niand nach dem Fleisch, und ob wir muh Christum ge-„kam haben nach dem Fleische, so kennen wir ihn doch Letzt„nicht mehr.
„GOtt befielt dis, und solche Leute thun jenes: GOtt will„haben, man soll sein Kreutz auf sich nehmen, und es ihm nach-fragen, nicht aber es anbeten: sie wollen es anbeten, aber nicht„tragen, weder leiblich-- noch geijAtcher weise. Aber aus eine. sol-„che Weise GOtt dienen wollen, heist nichts anders, als sich weit„von ihm entfernen. Müste man das Kkeutze Christi darum an-„beten, weil dieser-daran gehangen, so halle man sonst auch noch„eine grosse Menge anderer Dinge, die ihn betroffen, )a die er selbst„gethan hat nach dem Fleisch. So ist er ja neun Monate in dem„Leibe der Jungftauen gewesen: warum betet man denn die„Jungfrauen nichtan, da die Mutter unsers Heilandes eine Jung-„fran gewesen: oder warum wenden wir uns nicht mit unserm^Gebete zu den Krippen und alten Windeln, weil JEsusin Win-keln gewickelt gewesen, und in einer Krippen gelegen hat? JE-„sus hat in einem Schiflein geschlafen, aus einem Schiffen, ge-„prediget, die Netze aus einem Schiflein werffen, und eine grosse„Menge Fische fangen lassen; warum betet mau denn nicht auch„die Schiflein an: JEsus hat seinen Einzug zu Jerusalem auffinem Füllen der lastbaren Eselin gehalten: JEsus wird das
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