Druckschrift 
1 (1750)
Entstehung
Seite
362
Einzelbild herunterladen
 

z6r 1.B.2I.C. Des Ertzbischofs Claudii

thue solches auch noch, und werde auch nicht aufhören, es aus allen^meinen Kräften zu thun, so lange mir GOtt seine Gnade damverleihen wird. Denn da es ausdrücklich heisset: Du solt dirkein Bildmß noch irgend ein Gleichniß machen, wederdes das oben im Himmel, noch des das unten aufErden,u. s. w. so ist solches keinesweges blos von den Gleichnissen derftemden Götter, sondern überhaupt aller und reden himlische»Geschöpfe zu verstehen.

Diejenigen, wider welche wir uns vorgenommen habendie Kirche GOttes zn vertheidigen, machen diesen Schluß: ssdu die Bildnisse Petri, Pauli, Jupiters, Mercurii, oder anderer,an die Murd oder sonsten mahlest, so sind diese Gemählde We-nder Götter noch Apostel, noch Menschen. Es ist also der Nahme'geändert, und gleichwol bleibt derJrthum zu allen Zeiten einmÄwie das andere einerley: müste man sie anbeten, gewiß somstees wohl eher lebendig, als unter solchen Bildnissen geschehen, wiedu sie vorzustellen pflegst, als nemlich von unvernünftigen Thiere»,oder wenigstens was doch nicht kan geleugnet werden, von Stein»oder Holtz , was weder Leben, noch Empfindung, noch Verstandhat. Soll man nun aber nicht einmal das Werck der HändeGOttes verehren, oder anbeten; wie viel weniger denn dasjeni»ge, was nur Menschen Hände gemacht haben, um dadurch dem-iemgen einer: Dienst zu thun, dessen Bildniß dadurch vorgestel-let wird? So aber dasjemge'Bildmst so du anbetest, nicht GOttist, warum fällest du denn vor ihm nieder, und legst dich als ei»Gefangener zu den-Füssen eines abgeschmackten und verstelkenir-dischen'Wesöns hin? Ein jeglicher aber der etwas verehrt, es seymm entweder eiri sichtbar es Brldniß, oder ein ander Geschöpfe imHiminel'oder auf Erdet:, es sty geistlich oder Leiblich, und ihmseinen Dienst leistet : der dient ihm und ehret es an staltGOttes,und erwartet von ihn: die Seligkeit, die er doch allein bey GOtt7-, zu suchen hat,'ssolgl'ch gehört ein solcher ;n denen, von ive.'che»Paulus scht: daß sie das Geschöpfe mehr geehrer urid MNMdientt, denn dem Schöpfer. ^ ^ - ,Mk