Druckschrift 
1 (1750)
Entstehung
Seite
177
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betreffend das Kastell und Kranckett-Besuchen. r?7

aber auch zu bitten, daß er auch ihm um dieses IEsus willen,gnädig und barmhertzig seyn wolle. Es soll ihm vorgehaltenwerden, wie er seine Zuversicht und Hofnung auf GOtt, dernach seiner grossen Güte, gewiß und wahrhaftig geneigt ist, ihmseine Sünden zu vergeben, nicht wegwerffen solle: und wie die-ser sein himmlischer Vater durchaus so voller Liebe sey, daß ihm"sein Herhe walle, wann er Gutes thun, hingegen es ihm schmer-ze, wenn er strafen soll. Es soll ihm gewiesen werden , wie erin solcher Zuversicht sich der erbarmenden Liebe fernes himmli-schen Vaters getrost überlassen, und es demselben völlig anheimstellen könne, so mit ihm zu verfahren, wie er weiß , daß es ihmam nützlichsten, wrd an Leib und Seel am seligsten sey. Fer-uer ist er auch mit allem Nachdruck zu vermahnen, in Ansehungseines Nächsten, sich so zu verhalten, wie er wünschte, daß die-ser gegen ihn thun möchte, allen Groll aus seinem Hertzenzuverbannen, und es so zu verfügen, daß auch die Seinigen nachseinem Tode , ohne allen Streit und Zanck, freundlich und fried-lich mit einander leben mögen.

Man zeige ihm hierauf ferner , wie er alle Hofnung zurSeligkeit einig und alleirr auf den Mittler zwischen GOtt undden Menschen, ZEsum Christum, gründen solle, und wie ausserdemselben kein anderer Weg zum Himmel zu finden sey: aufdaß, wenn er sich als einen elenden Sünder und des ewigenTodes würdig erkennet, er von GOtt Gnade suche. Spüretman an ihm die Furcht vor dem Richterstuhl GOttes, und vordessen Zorn, so lege man ihm die tröstlichen Verheißungen desHErrn JEsu vor, deren sich alle diejenigen theilhaftig zu ma-nchen haben, die sich von gautzem Hertzen zu ihm nahen, und in, seinem Namen die Vergebung der Sünden bey dem Vater str-ichen. So soll ein rechtschaffener Lehrer sich verhalten, wenner den Krancken auch noch auf seinem Sterbe Bette dem HErrnJEsu zuführen will.

Ist er denn verschieden , so soll der Lehrer die Hinterbliebe-wüldensis.Gesch.s.TH. Z uen