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1 (1750)
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146 l.B il.C- Der MaldenserLehre vornChristenthunr

gend an bis auf den heutigen Tag begangen habe, wohl ersor-decte. Wie ofte bin ich auch nicht- aus eigener Schuld - wie-der in die Sünde gefallen, die ich du schon bekennet, und daranich bereits einen Mißfallen gehabt? NunHEcr, meüi GOtt-dnweißt mein gantzes Bekaniuuiß: Du weißt aber auch, daß noch^vieles in meinem Hertzen verborgen bleibt: Drr weißt alle böseGedancken , Worte und Wercke, die ich bis auf den heutigenTag begangen habe. Ach HErr, vergib mir doch alles, undgib mir noch hier in diesem Leben Zeit, mich von Hertzen zu dirzu bekehren. Erwecke du selbst durch deine Gnade einen solchenHaß wider die Sünde in mir, daß ich sie nimmermehr wiederthue! Schencke meiuemHe! tzen die Liebe zum Guter:, lind ver-leihe, daß ich dich in meiner Seele so lieb gewinne , daß du meinAlles seyst, und daß deine Furcht mich dergestalt belebe, daß,wenn es einmal mit mir zum Sterben kommt , du dein gnädigesWohlgefallen an mir haben mögest. Gib mir ein solches Vwtrauen am Tage des Gerichts, daß ich mich vor dem Satan nichtfürchten dürfe, und überzeuge mich recht lebendig, daß ich an je-nem Tage gewißlich zu deiner Rechten stehen werde.' Gib, 0HErr, und verleihe mir alles dieses aus Gnaden, Amen!

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Das eilfte Lapitcl.

Die achte Probe von der Lehre derWaldenstr begreifst in

sich eine vortreffliche Unterweisung im Christenthum, oder Vorschriftihres Glaubensi-Bekaimtniff, m der Form eines Gespräches, oder Frageund Antwort zwischen einem Lehrer und Kinde, vom Jahre > 100.

halte wohl dafür, daß dieses uralte Stück werth seyvon allen, die nur einige Lobens-würdige Neubegierdehaben, gelesen, und wohl erwogen zu werden. Ich ha-be daher die eigene Sprache, darinnen es geschrieben woi dcncheylbehalten, und die Übersetzung davor: so genau als möglich gewe-sen.