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wie sie solche von Alters her beybehalten.
düng offen , hingegen vor deinem Wort und deiner Zucht gantz"verstopft'gewestn. Mit meinem Verstand habe ich gröblich ge-I sündiger: der greuliche Gestanck des Sünden-Unflats hat mir^'lieblicher als deine Göttliche Süßigkeit und die Ehre desHim-'gne!s>, gerochen: ich habe tausendmal mehr Gefallen am Bösen"als am Guten gehabt; jenes gethan, und dieses gelassen, und"dennoch die Schuld von mir auf andere schieben wollen. Ich' bin unmäßig gewesen im Essen und Trincken. Ich habe
Schimpf-Worte mir Schimpf-Worten vergolten, und daran„mein größtes Vergnügen gehabt. Mein Leib lind mein Gastschind verwundet. Ich habe meine Hände nach dem Eitlen aus-gestreckt , fälschlich gehandelt gegen meinen Nächsten, und das„Seinige an mich zu bringen gesucht: ich habe ihn auch öfters„geschlagen und beleidiget. Mein Hertz ist über sich selbst und„seine eitle Wollust gantz entzückt gewesen. Vergib mü s,»HErr,„und schaffe in mir ein reines Hertz. Ich habe die Zeit, so du mir„verliehen hast, übel angewandt, und mich von Jugend auf der„Wollust und Eitelkeit ergeben.' Ich bin von dem rechten Wege„abgewichen, und habe mit meiner Leichtsinnigkeit vielen andern„ein böses Beyspiel gegeben. Es wohnet nichts Gutes in mir,„hingegen Böses desto mehr. Meine Missethat hat mrch zu ei-„nem Greuel in deinen Augen gemacht, und die Bosheit meine„Seele verdammet, und dem Nächsten zum Zorn wider mich ge-deihet. Ach HErr, mein GOtt, bewahre mich vor der ewigen„Verdammniß. Habe ich meinen Nächsten geliebet, so ist es nur„um das Zeitliche geschehen. Ich habe nicht treulich gehandelt,
„weder imGeben noch im Nehmen, sondern mich durch das An-„sehen der Person blenden lassen. Ich habe den einen zu sehr ge-siedet , und den andern zu sehr gehastet. Über das Wohlseyn„der Frommen habe ich mich nicht gefreuet, dahingegen aber mich„allzusehr erhoben, wann es den Gottlosen einmal übel gegangen.„Und bey dem allen empflnde ich noch keine solche Reue und Leid,„als es die Grösse und Menge meiner Sünden», die ich von Iu-waldensis.Gesch.lTH. T „gend