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die zehen Gebote GOttes. r4r
Unter die Zahl der Diebe gehören anch alle die, so vor-theilhaftig und betrüglich arbeiten, die ihren Nächsten im Han-"del und Wandel betrügen, und böses für gutes verkanffen: fer-' ner a!l?Spieler, so andere zum spielen locken, und aus böser"Begierde und Geitz, st die Wurtzel alles Uebels ist, des andern"Geld an sich zu bringen suchen: des Raubes, der Lügen, eitlen"und unnützen Worte, Schwüre und Gotteslästerungen, der,"bösen Erempel, und des kostbaren Zeitverlust, so mit derglei-chen Spielen verbunden ist, zu geschweige». Man sehe das Spiel„an wie man wolle, st bleibt es ein ungerechtes Mittel des Näch-Geld und Gut an sich zu bringen.
Erklärung des neunten Gebots.
Du solt nicht falsch Zeugniß reden wider deinenwachsten.
^Acht nur wird in diesem Gebote das Lügen, sondern auch„alles verstellte Wesen zum Schaden und Nachtheil des„Nächsten, es bestehe nun in Worten, oder in Wercken, verbo-ten. Denn wer die Lügen lieb hat, der ist vom Teufel, und da-„hin gehören auch alle diejenigen, die durch.Afterreden ihrem„Nächsten die Ehre abschneiden, oder die zum Behuf der Boß-„heit fälst) Zeugniß reden wider die Frommen. Augustinus sagt:
„ein falscher Zeuge versündigt sich an dreyen: einmal, wider Schändliche„GOtt, dessen Allgegenwart er verspottet: zweytenS , wider den WircUmgen„Richter, den er durch Lügen hinter das Licht führet: und drit- ZmanisscE^„tens , wider seinen Nächsten, dessen Unschuld er durch sein fal-sches Zeugniß unterdrücket. Es handeln aber und sündigen„auch die Verläumder wider dis Gebot. Diese sind einem effe-„nen Grabe gleich, nach dem Zeugniß Davids im 5. Psalm:
„Ihr Rachen ist em offenes' Grab. Kein offenes Grab kan„nemlich ein so strickender Geruch vor G)?rt, als das Maul ei-gnes Veckäumders seyn. Darum sagt der heilige Ambrosius:
„Es könne ein Dieb viel eher noch in der menschlichen Ge-
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