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1 (1750)
Entstehung
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I4O I. B. 9. C. Auslegung der Walt en ser über

Gut au sich zu bringen, es geschehe uuU solches entweder durchBetrug, oder Geitz, oder Unrecht, oder auch nur durch böseBegierde. So sind demnach nicht nur diejenigen die Diebe,die einem mit Gewalt das Seinige nehmen, sondern auch alleDiebe , unddie, so dazu Anlaß geben, oder wohl gar Vorschub thun: Itemwer sie seyn? Heler, ferner diejenigen, welche wissentlich gestohlne Sachenkaussen, um sich daran zu bereichern. Alle diese gehören unterden Namen der Diebe: einer ist nicht besser als der andere,und alle haben einerley Straft zu erwarten. Aber noch mehr;wer etwas findet, weiß wer es verkehren hat, und giebt es demnicht wieder, der ist ein Dieb. Die Obrigkeit begehet einenDiebstahl, wann sie die Unterthanen mir unbilligen Stemmund Gabelt belegt, dieselben mit allerley listigen Erfindungen be-schweret, wann sie um Nachlaß bitten; sie noch dazu ins Ge-fangniß wirft, auch wohl gar darinnen umkommen laßt, undalso das Ihrige mit Unrecht an sich bringet, dergleichen der Pro-phet Esaias mennet, wenn er sie also beschreibt: Deine Für-, ften sind Abtrünnige und Diebes-Gesellen, sie nehmenalle gerne Gefchencke, und trachten nach Gaben. Diebesind ferner die, so den Arbeitern den Lohn vorbehalten: Höret/was GOtt sagt im z. B. Most am 19. Es soll des Tage-löhners Lohn nicht bey dir bleiben bis an den Morgen;und Jacobus im 5. Capitel: Ihr habet euch Schatze gesam-let an den letzten Tagen: siehe, der Arbeiter Lohn, dieeuer Land eingeerndtet haben, und von euch abgebrochenist, das schreyet; und das Rufen der Erndter ist kommenvor die Ohren des HErrnZebaoth.

,,Diebe sind alle diejenigen, so dem gemeinen Wesen schäd-lich sind: dergleichen sind falsche Müntzer, auch die, so mit fal-scher Elle, Maaß und Gewichte umgehen, und überhaupt alle, diejenigen, fo zum Nachtheil des andern ihre Waaren verfal-scheu. Diese lind alle ihres gleichen verdienen nichts bessers,als nach dem Gesetze im Oele gesotten zu werden.