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1 (1750)
Entstehung
Seite
138
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iz8 I-B. 9 -C. Auslegung-er Waldenftr über

thun. Luc. 2. Bey alle dem aber, so ehre zuerst deinen Ba-rster im Himmel, der dich erschaffen, und alsdenn deinen VateraufErden, der dich gezeuget, und deine Mutter, die dich unterihrem Hertzen getragen und auf diese Welt geboren hat, auf daßdu lange lebest auf Erden, und nachdem du im Guten beharretbis ans Ende, Theil bekommest an dem ewigen Erbe.

Erklärung des sechsten Gebots.

Du solt nicht tödten.

DerEndzweck ^Awar wird in diesem Gebot das Todtschlagen insonderheit, zw

diesesGkbots, gleich aber auch überhaupt alle Beleidigung und Schadendes Nächsten, verboten, sie bestehe nun worinnen sie wolle.Dahin gehören so wohl alle Verläumdungen, Schimpf - undScbmäh-Worte, als auch alle handgreifliche Beleidigungen mitSchlagen und dergleichen. Von der ersten Gattung solcherBeleidigung, so hier unter dem Worte todten begriffen ist, re-ichet der Heiland, wenn er beymMatthäo am zten sagt: Wermit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig.Desgleichen Jacobus Cap.i. des Menschen Zorn thut nicht,was vor GOtt recht ist. Und Paulus zun Ephesern am stten:Lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.Wer mit seinem Bruder, ohne Ursache zürnet, der ist des Ge-sichts schuldig: denn ein gerechter Eifer wird keinesweges hierverboten. Es würde der Lehre der Wah. heit gewiß wenigVortheil bringen, wenn man nicht um des Glaubens willen ei-fern dürfte; und wie würde es um die Handhabung der Ge-rechtigkeit und die Bestrafung des Bösen aussehen, wenn manallen Zorn aus der Welt verbannen wolle ? Ein gerechter Zornist vielmehr eine Mutter der Zucht, uud diejenigen versündigensich , die da schweigen, wenn sie mit Eifer reden solren. Eine««zeitige Geduld ist der Saame, daraus viel Böses erwarbst,sie nähret die ungebundene Freyheit, und macht, daß so wohldie Guten als Bösen ihrer Pflicht vergessen. Wird das Böse