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1 (1750)
Entstehung
Seite
137
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über die zehen Gebote GOttes. 1Z7

urid vergiß nicht, wie sauer du deiner Mutter worden"bist und dencke , daß du von ihnen geboren bist, und"was kanst du ihnen dafür thun, das.sie all dir gethan"haben? In Ansehung der Geburt und des natückchen Lebens,','so wir unsern Eltern zu daneben haben , sollen wir sie mit aller"Demuth und Niedrigkeit auf dreyerley Weise ehren. Erstlich"mit allen Kräften unsers Leibes, so, daß wir sie tragen, heben,,"und ihnen in alleil Dingen Handreichung thun. Hierzu ver-zahnet Sirach Cap.z. wenn er sagt: Wer denHErrn fürch-tet, der ehret auch den Vater, und dienet feinen Eltern,und halt sie für seine Herren. So sollen wir sie anch nachallem Vermögen dergestalt ehren, daß wir uns niemahls mitungestümmen Worten gegen sie auflehnen, sondern ihnen ehrer-bietig antworten, und auch so gar ihre Bestrafung gerne lindwillig ertragen: Denn so heißt es Sprüchw. i. Mein Kind,gehorche der Zucht deines Vaters, und verlaß nicht dasGebor deiner Mutter: wer seinem Vater und seiner,Mutter fluchet, des Leuchte wird verlöschen mitten imFinsterniß. Und endlich müssen wir sie auch damit ehren,daß wir ihnen dasjenige willig darreichen , was sie zu ihrerVerpflegung nöthig haben. Die Eltern haben uns ja ihr eige-nes Wesen mitgetheilt, und uns voll ihrem eigenen Leibe selbstgenährt: da wir null nicht im Stande sind, ihnen eben der-gleichen Wohlthat wieder zu vergelten, so ist es ja wohl billig,daß wir ihnen auf andere Weise so viel Gutes dafür erzeigen,als nur immermehr uns möglich ist.

In Ansehung des Unterrichts, so wir von unsern Elternempfangen haben, sind wir ihnen in allen billigen Dingen allenGehörsinn schuldig, nach der Vermahnung Pauli Ephes. 6:Ihr Kinder, seyd gehorsam eurer: Eltern in dem HErrn,denn das ist billig. In solchem Gehorsam ist uns IEsus mitjciilem eigenen Exempel selbst vorangegangen, von dem es heißt:Er gieng mit seinen Eltern hinab, und war ihnen unter-

wüldensis. Gesch. I. Th. Sthan.