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1 (1750)
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136
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zz6 I.B. 9 .§. Auslegung der Waldenser

gar nicht zn dem Ende eingesetzt, daß man an demselben auchnichts äusserliches gutes thun, und sich lieber der Sünde erge-ben solle: sondern er ist dazu geordnet, daß man sich daran mitgeistlicher Arbeit, als welche die leibliche bey weitem übertrift,beschäftigen, und sich von den Sünden, so man die übrigen sechsTage begangen hat, bekehren, und sie GOTT abbitten soll.Müßiggang ist ohne dem aller Laster Anfang, und ein gesitte-ter Heide jagt: Die Ruhe ist das Grab der Lebendigen.

4. GeistlicheDie vierte Art der rechten Sabbaths-Feyer besteht darin-Bettachtun-- , wenn man an diesem Tage etwas vornimmt, so der See-len nützlich ist. Dergleichen ist, fleißig an GOtt gedencken,andächtig beten, das Wort GOttes ansmereksam hören, GOtt ifür seine Wohlthaten daneben, die Unwissenden unterrichten,die Irrenden zu rechte führen, und sich überhaupt dafür hüten,daß man in keine Sünde willige, damit das Wort des Prophe-ten erfüllet werde: Lasset ab vom Bösen, lernet Gutes.thun. Wann die leibliche Ruhe »richt mit geistlicher Arbeitverbunden ist, wird sie zur Sünde.

Erklärung des fünften Gebots.

Du solt deinen Vater und deine Mutter ehren, u. s. w.

6Mn diesen nnd folgenden Geboten wird gezeigt, wie wir unsgegen der: Nächsten verhalten sollen.

WonnnenMan muß die Worte: Du solt deinen Vater und bei--besiehcn, und '.-Ue Mutter ehren, nicht blos von der äusserllchen Verehrung,die Ursachenfondern auch von dem Unterhalt und alle dem verstehen, wasda;».ihnen nöthig und nützlich seyn kau. Folglich solien wir nachdiesen: Gebote denen Eitern alle Arten der Ehrerbietung erwei-sen, die nur zn erdenekm sind. Denn wir haben dreyerley soausnehmende Gabe»: von ihnen empfangen, daß wir sie ihnennimmermehr wieder vergelten können : dergleichen sind das Le-ichen , die Nahrung und der Unterricht. Daher jagt Sirach im 4 ten Capitel: Ehre deinen Vater von gantzem Herßm,