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1 (1750)
Entstehung
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132
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LZ 2 !. B. 9- C. Auslegung der Maldenser

sich demnach nicht gnng venvundern , daß es dennoch Menschengibt, die aus Blindheit und wider dieses klare Verbot desHErm , dergleichen Bilder machen , und denjelbigen diejenigeEhre und Ehrerbietung, die GOtt allein gebühret, erweisen.

Einwendung.Man wendet zwar hiergegen ein: Es waren die B'lderals B ücher der geiner'nen Leute anzusehen ; da sie mchrirrBüchern lesen tönten , möchten sie an den Wanden le-Antwott. Allein hierauf antwortet der Heyland selbst, ivann er im

fünften Malthai zu seinen Jüngern sagt: Ihr seyd das Saltzder Erden: Ihr seyd das Licht der Welt. Das Lebenund der Wandel der Hirten soll das Buch und Vorbild derHeerden seyn. Und gesetzt, man nähme die Brlder als Bücheran, so würden es doch nur falsche Bücher und böse Schriftenseyn: Denn wer es dem vor sich habenden Heiligen in der Hei-ligkeit würde nachthun wollen, der würde sich gar bald betro-gen finden, und die Unmöglichkeit davon gewahr werden.Wir wollen zum Beweis dessen, was wir hier gejagt, dasBildniß der heiligen Jungfrauen Marien vor uns nehmen.

Wer wolle daran zweiffeln, daß diese gebenedeyete unter denWeibe.m nicht das allerherrlichste Muster der Demuth , Ar-muth und Keuschheit gewesen ? und wie wird sie den armeneinfältigen Leuten vorgestellt? In Königlichem Schmuck/undm der äussersten Pracht und Herrlichkeit. Und nun, was sollihnen dieser Anblick für einen Eindruck geben? wird er sie nichtviel eher zur Hoffart als zur Demuth reihen ? Da nun aberhellte zu Tage die Priester so wohl als das Volck dem Geitze,dem Hochmuth, und der Wollust mehrentheils ergeben sind;was ist es denn wohl Wunder, daß sie gerne auch Bilder ha-ben, die ihnen gleich sind ? Hier gilts aber, was GOtt durchden Mund des Königes und Propheten Davids saget: Mmeynest du, ich werde seyn gleich wie du.

Anderer Ein-Andre wollen es besser machen, und sagen: Wir VW-wurfehren die sichtbaren Bilder blos zur Ehre des unsichtbarreu GOttes. »Aber